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LLM-Regulierung als Frage der Meinungsfreiheit?

Was wäre, wenn die Regulierung von Large Language Models plötzlich nicht mehr nur Technologiepolitik wäre, sondern ein Fall für die Meinungsfreiheit? Dann würde aus einer Debatte über Sicherheit, Haftung und Kontrolle sehr schnell eine Debatte über Grundrechte. Genau hier setzt das Paper von Eugene Volokh, Mark A. Lemley und Peter Henderson an. Die Autoren argumentieren, dass der Output generativer KI rechtlich als geschützte Rede verstanden werden könnte. Nicht unbedingt, weil die KI selbst Rechte hat, sondern weil ihre Entwickler:innen und vor allem ihre Nutzer:innen Rechte haben, Informationen zu empfangen und mit Hilfe der Systeme selbst zu kommunizieren. Für die USA ist das ein starker Gedanke. Für Deutschland ist er interessant, aber deutlich weniger belastbar. Was ist das ökonomische Grundproblem? Im Kern geht es um die Kontrolle von Informationsproduktion. Staaten wollen Risiken von LLMs begrenzen: Desinformation, Manipulation, Diskriminierung oder gefährliche Inhalte....

Links, bunt gemischt, 30.06.2018

Links, unsortiert, zu verschiedenen Themen Sind Zweifel an der Verlustaversion angebracht? Donald Trump’s trade policy violates every rule of strategy Braucht es eine Bitcoin- und Alt-Währungen-Zentralbank ? Eine Kurzeinführung zu Vollgeld und Alternativen aus Sicht eines Ökonomen.

Sind Erstgeborene schlauer?

Der Titel sollte besser "Wie wird der Flynn-Effekt durch die Umwelt beeinflusst?" heissen, aber ich konnte nicht widerstehen...  Sie haben noch nie von einem Flynn-Effekt gehört? Vermutlich bin ich als Professor für solche Themen empfänglicher, weil ich jeden Tag mit Studierenden arbeite. Qua Beruf(ung) interessiere ich mich, warum das Lernen und der Erwerb von Fähigkeiten zwischen den Studierenden unterschiedlich ausfällt.  Der Flynn-Effekt beschreibt den empirischen Befund, nachdem es einen erheblichen und nachhaltigen Anstieg vom durchschnittlichen Intelligenzquotienten – kurz IQ (gemessen mit unterschiedlichen Tests) – in der Bevölkerung der letzten 80 bis 100 Jahren gibt. Die mögliche(n) Wirkungsweise(n) und methodische Herausforderungen sind sehr gut von Fox und Mitchum in ihrem Beitrag  beschrieben:   The trend of rising scores on intelligence tests across cohorts, known as the Flynn Effect, has generated considerable controversy as to the comparabi...

Links, bunt gemischt, nach der Sommerpause, 18.06.

Links, unsortiert, zu verschiedenen Themen Verbannt von Amazon , Bericht von WSJ über Personen, die nicht mehr bei Amazon einkaufen können. Traurig aber wahr:  Gut ausgebildete Afrikaner bevorzugen Amerika Wird chinesisches Wachstum überschätz t: Ein Bericht der FED  Nur wenige US-Amerikaner geben Bitcoin und andere Kryptowährungen als Anlage bei der Steuererklärung an.

Was lernen wir von der inversen Zinsstruktur?

Ein Schrecken geht in den Finanzmetropolen um: Die inverse Zinsstrukturkurve könnte bald kommen! Die inverse Zinsstruktur gilt gemeinhin als ein Vorbote der nachlassenden Konjunktur und der fallenden Kurse.  In diesem Beitrag gehe ich empirisch der Frage nach, ob dies für Deutschland zutrifft. Was ist die (inverse) Zinsstrukturkurve? Mit der (risikolosen) Zinsstrukturkurve wird der Zusammenhang zwischen der Restlaufzeit von Bundesanleihen und ihrer Verzinsung beschrieben. In normalen Zeiten steigt die Verzinsung mit zunehmender Restlaufzeit. Beispielsweise ist normalerweise der Zinssatz für ein Immobiliendarlehen mit einer Laufzeit von 10 Jahren höher als für eins über 2 Jahre. Eine inverse Zinsstrukturkurve beschreibt die außergewöhnlichen Zeiten, in denen der Zinssatz für zehnjährige Immobiliendarlehn geringer ist als der Zinssatz für zweijährige. Folglich würden wir weniger für ein Darlehen  bezahlen , welches wir länger abbezahlen.

Felber und die Gemeinwohlökonomie

Am 12.4. habe ich einen Vortrag von Christian Felber bei uns an der SiB zur Gemeinwohlökonomie gehört.  Ich habe vorher seine Werke nicht gelesen und seine anderen Vorträge nicht gehört. Er scheint mir ein politischer Aktivist zu sein, der seine Ideen und sich sehr clever für eine gute Sache vermarktet, die die meisten Menschen (mich inklusive) gut finden werden.  Da er eine neue, auf Gemeinwohl ausgerichtete Ökonomie vorschlägt, kam er selber nicht umhin, die traditionelle Ökonomie zu kritisieren. An seiner Stelle hätte ich darauf verzichtet oder die Kritik wissenschaftlich untermauert. Seine Kritik scheint mir wissenschaftlich ohne Substanz zu sein, da er nur ein sehr verzerrtes Bild der traditionellen ökonomischen Theorie in dem Vortrag zeichnete. Das Zerrbild der traditionellen ökonomischen Theorie hält keiner Überprüfung stand. Beispiele gefällig? Hier drei, die mir besonders aufgefallen sind: 

Links, bunt gemischt, 24.04.2018

Links, unsortiert, zu verschiedenen Themen Angewandte Spieltheorie: Syrien-Konflikt .   Gewinner und Verlierer der Globalisierung . Zahlt sich eine strengere Regulierung von Banken aus? Der Fall der  Eigenkapitalregulierung . Wem gehören die Daten auf Facebook .   Eine indische Schule mit mehreren erfolgreichen Absolventen: CEOs von Microsoft, Adobe und Mastercard. Mechthild Schrooten zum Sparen . Sie ist meine Kollegin in Bremen.

Links, bunt gemischt, 12.4.18

Links, unsortiert, zu verschiedenen Themen Offizielle Privilegien für Polizeigewerkschafter in New York , es gibt tatsächlich Raus-Aus-Dem-Gefängnis-Karten. Ökonomie der Kunstgalerie , wie kommen die Preise von Gemälden zustande. Oder gibt es gar eine einfache Formel  für die Preisfestsetzung? Ökonometriker haben sich auch darüber Gedanken gemacht. William Greene hat den Preis in Beziehung zur Größe des Gemäldes durch eine einfache Regression und eine  multiple Regression  gesetzt.  Washington Post zur  The truth about medical bankruptcies  in den USA. In Europa kennen wir das Phänomen nicht, weil wir alle krankenversichert sind. Meinung zur Strategie der EU über die Regulierung der KI Meine geschätzte Kollegin Mechthild Schrooten zum Verkauf der NordLB