Was wäre, wenn die Regulierung von Large Language Models plötzlich nicht mehr nur Technologiepolitik wäre, sondern ein Fall für die Meinungsfreiheit? Dann würde aus einer Debatte über Sicherheit, Haftung und Kontrolle sehr schnell eine Debatte über Grundrechte. Genau hier setzt das Paper von Eugene Volokh, Mark A. Lemley und Peter Henderson an. Die Autoren argumentieren, dass der Output generativer KI rechtlich als geschützte Rede verstanden werden könnte. Nicht unbedingt, weil die KI selbst Rechte hat, sondern weil ihre Entwickler:innen und vor allem ihre Nutzer:innen Rechte haben, Informationen zu empfangen und mit Hilfe der Systeme selbst zu kommunizieren. Für die USA ist das ein starker Gedanke. Für Deutschland ist er interessant, aber deutlich weniger belastbar. Was ist das ökonomische Grundproblem? Im Kern geht es um die Kontrolle von Informationsproduktion. Staaten wollen Risiken von LLMs begrenzen: Desinformation, Manipulation, Diskriminierung oder gefährliche Inhalte....
Vor Kurzem habe ich eine Vortragsreihe besucht, die von unserer Fakultät an der HSB für und mit Studierenden organisiert wurde. Dort waren auch die angekündigten Zölle der USA auf Stahl und Aluminium ein kontrovers diskutiertes Thema. Es überraschte mich zum wiederholten Mal, wie gering die Verbreitung der jahrhunderte-alten und immer noch aktuellen Ergebnisse der ökonomischen Forschung zum Handel und zu Zöllen ist - sogar in exportorientierten Volkswirtschaften. Die kurze Zusammenfassung der akademischen Forschung lautet: Handel ist gut, Zölle sind dagegen schlecht. Persönlich halte ich den Beitrag von John Cochrane " Trade and Immigration " für einen exzellenten Überblick über die Pros und Contras mit einem klaren Bekenntnis zum (Frei-)Handel. Die Kolumne in der NY-Times von N. Gregory Mankiw ist ebenfalls sehr lesenswert. Dieser Blog-Beitrag ist eine Kurzzusammenfassung der dort diskutierten Ideen und Ergebnisse. Halten wir am Anfang...