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Showing posts from February, 2026

Vermögensaufbau für junge Menschen

Ich hatte ein angenehmes und sehr professionell vorbereitetes Interview mit Dirk Reineke von der Nordwest Zeitung zum Sparen und Vermögensaufbau. "Nachhaltiger ist es, sich einmalig von der mentalen Last zu befreien und auf positive Folgeeffekte zu setzen. Beides gehe mit dem Abotrick: Genau so wie Dienstleister, die natürlich nur bei Vertragsabschluss nach Einzugsermächtigung fragen und danach stumm kassieren, könne man sich auch selbst den zuvor ermittelten Sparbetrag auf ein zweites Konto überweisen. Das habe den Effekt, dass man ihn aus den Augen verliere und nicht immer wieder aufs Neue darüber nachdenken müsse, anlegen zu müssen, erklärt Varmaz." Lest das Interview in voller Länge!

Citrini Research: KI, Nachfrage und systemisches Risiko

Die „Global Intelligence Crisis" von Citrini Research entwirft ein drastisches Szenario: massive White-Collar-Verdrängung durch KI, kollabierende Nachfrage, Finanzbeschleuniger über Private Credit und Hypothekenmärkte und schließlich eine systemische Rezession. Dieser Beitrag formalisiert die Kanäle explizit – und identifiziert die Parameterrestriktionen, unter denen das Szenario überhaupt eintreten kann. Motivation Alex Imas hat gezeigt, dass fortgeschrittene Automatisierung unter bestimmten, extremen Annahmen tatsächlich ein negatives Wirtschaftswachstum trotz steigender technologischer Möglichkeiten erzeugen kann – hält aber fest: „[...] that the conditions needed for growth to actually turn negative are likely too unrealistic to hold in practice." Noah Smith argumentiert ähnlich: Derartige Narrative können makroökonomisch überzogen sein. Er weist zudem darauf hin, dass Citrinis Analyse keine expliziten Modelle vorschlägt....

Weniger Schätzen, besser Tracken: Wie charakteristikabasierte Modelle Indexfonds verbessern

Indexfonds gelten als simpel. Doch wer einen Index wie den S&P 500 oder den STOXX Europe 600 mit nur 20, 40 oder 100 Titeln nachbilden möchte, steht vor einer anspruchsvollen Optimierungsaufgabe. Unser neuer Beitrag in der European Journal of Operational Research zeigt: Das Hauptproblem im Index-Tracking ist nicht die Optimierung selbst, sondern der Schätzfehler. Traditionelle Tracking-Ansätze basieren auf historischen Renditen oder geschätzten Faktorladungen aus Zeitreihenmodellen. Beide Ansätze benötigen viele Parameter und viele Parameter bedeuten viele Schätzfehler. Optimierungsmodelle tendieren dazu, diese Fehler systematisch zu verstärken. Das Resultat: Gute In-Sample-Performance, aber schwache Out-of-Sample-Ergebnisse. Statt geschätzter Faktorladungen verwenden wir beobachtbare Unternehmenscharakteristika als Risikopositionen: Größe Bewertung (Value) Profitabilität Investition Momentum Markt-Beta Diese werden in ein kardinalitätsbeschränktes Mixed-Integ...