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Showing posts from July, 2019

LLM-Regulierung als Frage der Meinungsfreiheit?

Was wäre, wenn die Regulierung von Large Language Models plötzlich nicht mehr nur Technologiepolitik wäre, sondern ein Fall für die Meinungsfreiheit? Dann würde aus einer Debatte über Sicherheit, Haftung und Kontrolle sehr schnell eine Debatte über Grundrechte. Genau hier setzt das Paper von Eugene Volokh, Mark A. Lemley und Peter Henderson an. Die Autoren argumentieren, dass der Output generativer KI rechtlich als geschützte Rede verstanden werden könnte. Nicht unbedingt, weil die KI selbst Rechte hat, sondern weil ihre Entwickler:innen und vor allem ihre Nutzer:innen Rechte haben, Informationen zu empfangen und mit Hilfe der Systeme selbst zu kommunizieren. Für die USA ist das ein starker Gedanke. Für Deutschland ist er interessant, aber deutlich weniger belastbar. Was ist das ökonomische Grundproblem? Im Kern geht es um die Kontrolle von Informationsproduktion. Staaten wollen Risiken von LLMs begrenzen: Desinformation, Manipulation, Diskriminierung oder gefährliche Inhalte....

Wie erfolgreich sind ICOs? Die Investorinnensicht.

Gerade ist der Artikel ‚ Eine empirische Analyse von Initial Coin Offerings (ICO) ‘, von dem ich der Koautor bin, in DIW-Vierteljahrsheft erschienen. Trotz vieler Jahre in der Forschung ist es noch immer ein feierlicher Moment, wenn die eigene Arbeit veröffentlicht wird. Der Begutachtungs- und Veröffentlichungsprozess dauerte ca. 15 Monate, dazu müssen wir noch die Zeit für die Analysen und das Schreiben berücksichtigen. Etwa zwei Jahre hat es insgesamt gedauert; und das ist recht schneller Prozess!  In dem Artikel beschäftigen wir uns mit der Frage, was ICO sind und wie erfolgreich die ICOs in der kurzen Frist sind. Zusammenfassend kommen wir zum Schluss, dass die ICOs, wenn sie es an eine Handelsplattform geschafft haben, im Durchschnitt eine Rendite von ca. 400% den Investorinnen, alleine am ersten Handelstag, gebracht haben.