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Showing posts from May, 2022

LLM-Regulierung als Frage der Meinungsfreiheit?

Was wäre, wenn die Regulierung von Large Language Models plötzlich nicht mehr nur Technologiepolitik wäre, sondern ein Fall für die Meinungsfreiheit? Dann würde aus einer Debatte über Sicherheit, Haftung und Kontrolle sehr schnell eine Debatte über Grundrechte. Genau hier setzt das Paper von Eugene Volokh, Mark A. Lemley und Peter Henderson an. Die Autoren argumentieren, dass der Output generativer KI rechtlich als geschützte Rede verstanden werden könnte. Nicht unbedingt, weil die KI selbst Rechte hat, sondern weil ihre Entwickler:innen und vor allem ihre Nutzer:innen Rechte haben, Informationen zu empfangen und mit Hilfe der Systeme selbst zu kommunizieren. Für die USA ist das ein starker Gedanke. Für Deutschland ist er interessant, aber deutlich weniger belastbar. Was ist das ökonomische Grundproblem? Im Kern geht es um die Kontrolle von Informationsproduktion. Staaten wollen Risiken von LLMs begrenzen: Desinformation, Manipulation, Diskriminierung oder gefährliche Inhalte....

Wie wirken sich die Staatsausgaben auf das Risiko von Aktienmärkten aus?

Die Kurzantwort lautet: sie senken das Risiko, gemessen mit der Volatilität. Gleichzeitig gibt es keinen Hinweis darauf, dass die Staatsausgaben die Renditen von Aktienmärkten erhöhen.  In einer clever angelegten empirischen Analyse untersuchen  Cortes, Vossmeyer und Weidenmier  die Aktienmarktvolatilität in Kriegszeiten. Sie finden Hinweise, dass die US-amerikanische Aktienmarktvolatilität in Kriegszeiten sehr niedrig ist. Dieses scheinbar erstaunliche Ergebnis, nach dem die Aktienvolatilität in den als unsicher empfundenen Kriegszeiten niedrig ist, erklärt sich damit, dass die Investoren die Cash-Flows der Unternehmen aufgrund der Staatsausgaben einfacher prognostizieren können. Insbesondere die Rüstungsbranche weist niedrige Aktienmarktvolatilität auf; das lässt sich gerade auf die Staatsausgaben während der Kriegszeiten zurückführen. Abb. 1. Tabelle 2 aus ...

Digitale Vorlesung zur Einführung in Matlab

Zu unserem Buch “ MATLAB für Studierende und Professionals der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften ” haben Kollegen und ich eine digitale Vorlesung aufgebaut. Das Buch kann bereits frei auf der Webseite gelesen werden.   Die digitale Vorlesung ist nach dem Blendei-Learning Konzept aufgebaut. Sie beinhaltet Lesehinweise, Video für die Umsetzung von Fallstudien zu jedem Buchkapitel, Quiz-Aufgaben, Übungsaufgaben sowie Aufgaben für den Matlab-Grader. Wir haben uns Mühe gegeneben und bislang scheinen unsere Studierende zufrieden zu sein.   https://bit.ly/2UtZKf5