Ich hatte ein angenehmes und sehr professionell vorbereitetes Interview mit Dirk Reineke von der Nordwest Zeitung zum Sparen und Vermögensaufbau. "Nachhaltiger ist es, sich einmalig von der mentalen Last zu befreien und auf positive Folgeeffekte zu setzen. Beides gehe mit dem Abotrick: Genau so wie Dienstleister, die natürlich nur bei Vertragsabschluss nach Einzugsermächtigung fragen und danach stumm kassieren, könne man sich auch selbst den zuvor ermittelten Sparbetrag auf ein zweites Konto überweisen. Das habe den Effekt, dass man ihn aus den Augen verliere und nicht immer wieder aufs Neue darüber nachdenken müsse, anlegen zu müssen, erklärt Varmaz." Lest das Interview in voller Länge!
Deutschland gibt viel für Forschung aus und produziert sichtbar exzellente Wissenschaft. Der Beitrag von von Jannik Reigl stellt aber die wichtigere Frage: Vielleicht scheitert Deutschland nicht primär an der „Kommerzialisierung“, sondern an einem System, das früh wissenschaftliche Unabhängigkeit bremst, Risiko bestraft und Grundlagen- und Anwendungsforschung zu stark voneinander trennt. Dann ist nicht zu wenig Geld das Problem, sondern eine schlechte institutionelle Architektur. Ökonomisch ist das ein klassischer Anreizfall: Wenn junge Forschende mit kurzen Verträgen, starker Hierarchie und unsicherer Perspektive leben, dann wählen sie eher sichere, publizierbare Projekte statt riskanter Durchbrüche. Das maximiert die private Überlebenswahrscheinlichkeit, aber nicht den gesellschaftlichen Ertrag. Genau deshalb ist der vollständige Beitrag lesenswert: Er zeigt, warum ein Land zugleich wissenschaftlich stark wirken und bei radikaler Innovation dennoch zu vorsichtig sein kann. De...