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Showing posts with the label Citrini

Vermögensaufbau für junge Menschen

Ich hatte ein angenehmes und sehr professionell vorbereitetes Interview mit Dirk Reineke von der Nordwest Zeitung zum Sparen und Vermögensaufbau. "Nachhaltiger ist es, sich einmalig von der mentalen Last zu befreien und auf positive Folgeeffekte zu setzen. Beides gehe mit dem Abotrick: Genau so wie Dienstleister, die natürlich nur bei Vertragsabschluss nach Einzugsermächtigung fragen und danach stumm kassieren, könne man sich auch selbst den zuvor ermittelten Sparbetrag auf ein zweites Konto überweisen. Das habe den Effekt, dass man ihn aus den Augen verliere und nicht immer wieder aufs Neue darüber nachdenken müsse, anlegen zu müssen, erklärt Varmaz." Lest das Interview in voller Länge!

Gibt es ein Nachfrageproblem in einer AGI-Welt?

In meinem früheren Beitrag habe ich versucht, das viel diskutierte Szenario aus dem Citrini Research Paper modelltheoretisch einzuordnen. Dort wird ein möglicher KI-bedingter Wirtschaftskollaps skizziert, allerdings ohne ein explizites makroökonomisches Modell. Um diese Argumentation analytisch greifbar zu machen, habe ich in meinem Beitrag ein einfaches makroökonomisches Rahmenmodell formuliert. Dieses zeigt: Unter bestimmten, allerdings sehr extremen, Parameterkonstellationen kann selbst ein positiver KI-Produktivitätsschock zu einem Rückgang des realisierten Outputs führen. Der zugrunde liegende Mechanismus basiert auf einer Kombination aus einem starken Rückgang des Arbeitsanteils am Einkommen, heterogenen marginalen Konsumneigungen der Haushalte, sowie möglichen Finanzverstärkungsmechanismen. Meine eigene Einschätzung ist allerdings: Solche Parameterkonstellationen sind theoretisch möglich, aber empirisch sehr unwahrscheinlich. Der Wert eines solchen Modells liegt nicht darin, ei...

Citrini Research: KI, Nachfrage und systemisches Risiko

Die „Global Intelligence Crisis" von Citrini Research entwirft ein drastisches Szenario: massive White-Collar-Verdrängung durch KI, kollabierende Nachfrage, Finanzbeschleuniger über Private Credit und Hypothekenmärkte und schließlich eine systemische Rezession. Dieser Beitrag formalisiert die Kanäle explizit – und identifiziert die Parameterrestriktionen, unter denen das Szenario überhaupt eintreten kann. Motivation Alex Imas hat gezeigt, dass fortgeschrittene Automatisierung unter bestimmten, extremen Annahmen tatsächlich ein negatives Wirtschaftswachstum trotz steigender technologischer Möglichkeiten erzeugen kann – hält aber fest: „[...] that the conditions needed for growth to actually turn negative are likely too unrealistic to hold in practice." Noah Smith argumentiert ähnlich: Derartige Narrative können makroökonomisch überzogen sein. Er weist zudem darauf hin, dass Citrinis Analyse keine expliziten Modelle vorschlägt....